>Ihre Hausaufgaben: Start-up-Ansätze für Führungskräfte

Ihre Hausaufgaben: Start-up-Ansätze für Führungskräfte

Lernen von den Start-ups

Die Führungsrolle in Start-ups ist eine ganz andere als die traditionelle. Was können Führungskräfte daraus lernen?

Nicht zu lange analysieren: Optimismus gegenüber Neuem
Start-ups sind sehr offen und optimistisch gegenüber Neuem, Ideen und Innovationen. Sie sehen das Positive und die Chancen dahinter. Von einer solchen Einstellung können auch die etablierten Unternehmen und Konzerne profizieren: Wenn das Neue willkommen ist, anstatt Angst vor Veränderung hervorzurufen. Das Start-up Motto „Nichts ist unmöglich“ kann für alle gelten!

Perfektion aufgeben: Trial-and-Error als Lernprozess
Start-ups gehen bei neuen Ideen mit Ungewissheiten und Unsicherheiten anders um. Sie analysieren und diskutieren nicht lange, sondern starten schnell und probieren aus und wenden Ansätze wie Design Thinking oder Lean Start-up an. Mit schnell entwickelten, nicht perfekten Prototypen lernen sie durch Trial-and-Error.

Eine neue Haltung: Positive Fehlerkultur
Ein Trial-and-Error-Vorgehen und Neues auszuprobieren erfordert auch, Fehler und Scheitern zuzulassen. Werden diese Fehler als Lernchance wahrgenommen, um etwas weiterzuentwickeln, sprechen wir von positiven Fehlern. Führungskräfte in etablierten Unternehmen haben aber oft Angst vorm Scheitern. Sie fürchten um das Image des Unternehmens oder um Boni. Genau das verhindert Innovationen… Dies zu vermeiden erfordert zwingend, dass Ausprobieren von Neuem belohnt und nicht bestraft wird.

Schnelle Teams statt hierarchischer Strukturen
Warum sind Start-ups so viel schneller? Ganz logisch, weil sie kleiner und agiler sind und somit schneller abstimmen, entscheiden und umsetzen können. Unternehmen dürfen sich das abschauen und agile und selbstorganisierte Teams aufbauen, die genauso effektiv und schnell handeln wie in Start-ups. Diese Teams bekommen einen klaren Auftrag und die Autorität innerhalb ihrer Aufgabe. Das bedeutet auch, dass sie nicht alle Instanzen „abklappern“ müssen, um eine Entscheidung zu erhalten. Diese agilen Teams können zum Beispiel auf Basis von Scrum arbeiten, sie machen Unternehmen schneller, produktiver und effektiver und – nebenbei – motivieren sie die Mitarbeiter.

Nähe zu Kunden
Je größer ein Unternehmen ist, umso weniger Mitarbeiter haben direkten Kundenkontakt. Mit wachsender Distanz zum Kunden geht auch die Orientierung am Kunden und seinen Bedürfnissen verloren. Dies ist natürlich für Start-ups viel einfacher. Es ist auch naheliegend, dass alle Mitarbeiter Kundenkontakt haben. Doch in Wirklichkeit ist die Größe egal. Auch große Unternehmen können dafür sorgen, dass Mitarbeiter Kontakt zu den Kunden pflegen, es ist nur eine Frage der Zeit. Diese Zeit ist aber gut investiert, denn verstehen können die Mitarbeiter Kunden und ihre Bedürfnisse erst, wenn sie direkt mit ihnen sprechen.

Unternehmer im Unternehmen
Oft verhalten sich Organisationseinheiten in Unternehmen wie einzelne Unternehmen, die mit anderen Einheiten konkurrieren. Das sog. „Silodenken“ entsteht: Sie fokussieren sich nicht auf ein gemeinsames Ziel, sondern stellen die Abteilungsziele in den Vordergrund. Das führt zu Interessenskonflikten, Schnittstellenproblemen und mangelnden Beiträgen zur gemeinsamen Vision. Dieses Silodenken ist ein wahrer Innovationshemmer. Durch gezielte Förderung der Zusammenarbeit, des Austauschs und der Vernetzung und der Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel können Unternehmen sich dagegenstemmen.

Unternehmer in Unternehmen lautet das Credo: „Verhalte dich so, als wäre es deine eigene Firma.“ Start-ups sind geprägt vom Entrepreneur-Spirit, alle arbeiten immer am gemeinsamen Ziel.

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2019-06-05T07:14:09+00:0004.06.2019|
Kalusche Consulting