Unsere Projekte (Case Studies)

Täglich entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit unseren KundInnen maßgeschneiderte Lösungen für deren individuelle Herausforderungen. In den Case Studies erhalten Sie Einblicke in unsere KundInnenprojekte aus den verschiedensten Branchen. Entdecken Sie wie unser systemischer Ansatz echte Veränderungen bewirken und nachhaltige Erfolge erzielen konnte.

Case Study: Diakoneo

Transformationsbegleitung bei der Einführung eines neuen, teamorientierten Führungsansatzes.

Ausgangssituation

Diakoneo ist mit ca. 11.400 Mitarbeitenden eines der größten konfessionellen Gesundheits- und Sozialunternehmen in Deutschland. Wie bei vielen Unternehmen in dieser Branche ist die Fluktuation unter den Mitarbeitenden sehr hoch. Darüber hinaus sind durch den Fachkräftemangel eine Vielzahl von Stellen unbesetzt. In der heutigen Zeit erwarten Mitarbeitende von ihrem Arbeitsplatz mehr Autonomie, Verantwortung und Raum für die persönliche Weiterentwicklung. Es gilt, sich also für Gesundheits- und Sozialunternehmen sowohl in Bezug auf die Gewinnung von Personal als auch in Bezug auf die Mitarbeitendenbindung für die Zukunft neu aufzustellen.

In der Vergangenheit wies Diakoneo ein sehr klassisches und hierarchiegeprägtes Führungsverständnis auf, weshalb im Geschäftsfeld Bildung mit der Transformationsbegleitung von Kalusche Consulting ein neuer teamorientierter Führungsansatz im Sinne von New Leadership implementiert werden sollte, der den Fokus auf die Zusammenarbeit und Eigenverantwortung der Mitarbeitenden legt. Bei dieser Veränderung des Führungsansatzes sprechen wir von einem Kulturwandel im Unternehmen.

Um einen Kulturwandel erfolgreich zu gestalten, ist aus unserer Sicht eine ganzheitliche und professionelle Transformationsbegleitung inklusive der Planung, Bereitstellung und Umsetzung begleitender Maßnahmen zentral, welche die von dem Veränderungsprozess Betroffenen und Beteiligten im Verlauf der Veränderung unterstützen, um damit die Chancen für eine positive und nachhaltige Implementierung zu erhöhen.

Ein neues Führungsverständnis bringt eine Veränderung von Strukturen mit sich. Es wurden daher neue Leitungsstrukturen eingeführt, welche unter anderem flachere Hierarchien, Agilität und eine effektive Kommunikationsstruktur mit sich bringen sollten. Die 25 Kindertagesstätten und 31 Schulen waren zuvor in zwei Leistungsbereiche gegliedert, die jeweils von einer geschäftsführenden Leitung stark unabhängig voneinander geführt wurden. Die beiden Leistungsbereiche wurden deshalb aufgelöst und eine neue Führungsrolle, die Rolle der Regionalleitung, geschaffen. Es gibt also nicht mehr nur zwei geschäftsführende Leitungen, sondern insgesamt zwölf Regionalleitungen, denen je sechs bis acht Einrichtungen in einer Region zugeordnet sind.

Durch dieses neue Leitungskonstrukt gibt die Vorständin des Geschäftsfelds Aufgaben und Verantwortung an ihre Regionalleitungen ab, sodass Arbeit und Verantwortung dezentralisiert werden. Sie erhofft sich dadurch unter anderem schnellere Absprachen und Entscheidungswege, eine klarere Verteilung von Aufgaben und eine verbesserte regionale Zusammenarbeit mit den anderen Geschäftsfeldern bei Diakoneo.
Der Erfolgsfaktor für die gelungene Einführung von New Leadership war unserer Ansicht nach das flächendeckende und kontinuierliche Coaching der neuen Führungskräfte.

Die Regionalleitungen wurden unmittelbar nach Beginn ihrer neuen Führungsrolle im Rahmen von Einzelcoachings unterstützt, wodurch ihnen das Einfinden in der neuen Rolle erleichtert wurde. Es war unserer Auftraggeberin besonders wichtig, die individuelle Entwicklung der Mitarbeitenden zu begleiten, weshalb wir den Prozessablauf der Einzelcoachings auf Diakoneo maßangefertigt haben. Schwerpunkte in den Coachings waren die Arbeit an den Führungskompetenzen, den Change-Kompetenzen und der eigenen Haltung zum neuen Führungsverständnis. Wir unterstützten die Führungskräfte hierbei konkret dabei, ihre Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit zu stärken und mehr Sicherheit in ihrer neuen Führungsrolle zu gewinnen. Zusätzlich arbeiteten wir mit ihnen an konkret anstehenden Herausforderungen und erarbeiteten hierfür gemeinsam individuelle Lösungen, wodurch ihnen ermöglicht wurde, Schritt für Schritt neue Führungskompetenzen zu entwickeln.

Die Inhalte der einzelnen Coachingeinheiten wurden immer an die Bedürfnisse der Coachees angepasst und daher ganz individuell gestaltet.
Neben den individuellen Coachingeinheiten der neuen Führungskräfte führten wir begleitende Change- und Teamworkshops durch. Die begleitenden Workshops setzten unterschiedliche Schwerpunkte. Ziel der Workshops war es, aus den neuen Führungskräften ein Team zu formen, welches sich gemäß New Leadership wechselseitig unterstützt, stärkt und befähigt sowie die gemeinsame Entwicklung und Ausgestaltung der neuen Strukturen und einen regelmäßigen gemeinsamen Austausch zu ermöglichen, um Best Practices und Herausforderungen miteinander zu teilen.

 Im Rahmen einer Feedbackabfrage wurde der Erfolg der Coachings evaluiert. Es ergab sich, dass die Coachees das Coaching hilfreich fanden, um in ihre neue Führungsrolle zu kommen. Es zeigte sich, dass sie die im Coaching erlernten Tools und Strategien in ihrem Führungsalltag anwenden konnten. Außerdem stärkte das Coaching ihre Führungskompetenzen und unterstützte ihre persönliche Entwicklung. Den größten Mehrwert des Coachings sahen sie darin, dass sie Sicherheit in ihrer neuen Führungsrolle gewinnen konnten und dass individuelle, herausfordernde Situationen und Probleme aus dem Führungsalltag direkt im Coaching behandelt werden konnten.

Die Coachees bewerteten die Fragen auf einer 10-stufigen Skala von 1 = überhaupt nicht bis 10 = sehr zufrieden / sehr stark; n = 6.

Nachfolgend eine Auswahl an Stimmen der Coachees:
„Das Coaching war mir eine große Hilfe, mich im Führungskräfte-Dschungel zu entwickeln und meine individuellen Stärken zu identifizieren“
„Den größten Benefit sehe ich darin, dass das Coaching mich in meiner Persönlichkeit gestärkt hat.“
„Mir wurden viele hilfreiche Tools an die Hand gegeben, um meine Führungsfähigkeiten zu verbessern.“
„Im Coaching konnte wir immer aktuelle Themen, die mir unter den Nägeln brannten, behandeln. Das Gelernte konnte ich dann auch gut auf andere Situationen in meinem Führungsalltag übertragen.“

„Nach nun über zwei Jahren nach Einführung des Regionalleitungskonstrukts zeigen sich bereits deutliche Vorteile der neuen Führungsstruktur. Zum einen übernahmen die Regionalleitungen viele Aufgaben hinsichtlich der Personal- und Budgetverantwortung, welche mich als Vorständin in der operativen Arbeit entlasteten, sodass ich Raum für strategische und politische Handlungen hatte, um wiederum für bessere Arbeitsbedingungen vor Ort zu sorgen. Gleichzeitig steigerte sich die Motivation bei den Regionalleitungen, ihre Verantwortung wahrzunehmen, welche sie wieder an ihr Leitungsteam in den Regionen sowie die Mitarbeitenden weitergaben. Dadurch erreichten wir, dass sich potenzielle Mitarbeitende bei uns bewarben. Aus meiner Sicht hat sich ein erheblicher Teamgedanke im Geschäftsfeld Bildung entwickelt, welcher nach außen strahlt. Und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Die Regionalleitungen und ich sehen uns als Team, die eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig vertrauen.“

ausblick

Die Transformationsbegleitung und die damit einhergehenden Coachings erstreckten sich über einen Zeitraum von über eineinhalb Jahren. Auch nach über zwei Jahren ist der Kulturwandel bei Diakoneo im Geschäftsfeld Bildung noch nicht vollständig abgeschlossen. Kalusche Consulting arbeitet auch nach der Einführung des neuen Führungsansatzes eng mit Diakoneo zusammen. Neue Regionalleitungen im Geschäftsfeld Bildung kommen weiterhin direkt nach Antritt ihrer neuen Stelle ins Coaching, um die Einfindung in die neue Führungsrolle zu erleichtern. Auch stehen wir bei Herausforderungen und Konflikten zur Seite und begleiten hier ausgewählte Führungskräfte mit ihren Teams.

Case Study: Soldan

Nachhaltige Führungskräfteentwicklung

Ausgangssituation

Führungskräfte als Hebel für nachhaltige Entwicklung

In jeder Organisation prägen Führungskräfte maßgeblich, wie Teams zusammenarbeiten, sich entwickeln und auf Veränderungen reagieren. Bei SOLDAN wird Führung nicht als reine Funktion verstanden, sondern als wirksamer Hebel, um Zusammenarbeit, Innovation und organisationales Wachstum zu gestalten.

Die SOLDAN Holding + Bonbonspezialitäten GmbH, gegründet 1899 und mit Sitz in Adelsdorf, verbindet Tradition und Innovation. Als Hersteller hochwertiger Hustenbonbons und Gesundheitsprodukte legt das Unternehmen Wert auf Qualität, Wirksamkeit und Vertrauen – sowohl gegenüber seinen KundInnen als auch innerhalb der eigenen Organisation.

Vor diesem Hintergrund startete SOLDAN im Jahr 2023 eine mehrjährige Learning Journey, an der regelmäßig rund 20 Führungskräfte des mittleren Managements teilnahmen. Ziel war es, diese Führungskräfte zu befähigen, ihre Teams wirksam zu leiten, bereichsübergreifend zu vernetzen und das gemeinsame Führungsverständnis kontinuierlich zu leben und weiterzuentwickeln. Dabei wurde schnell deutlich: Jede Veränderung beginnt bei der einzelnen Führungskraft selbst. Nur wer sich selbst reflektiert und bewusst handelt, kann andere nachhaltig führen.

Unser Ansatz: Leadership Excellence als Fundament der Entwicklung

Um diese Entwicklung gezielt zu begleiten, setzte SOLDAN auf unser bewährtes Geschäftsfeld Leadership Excellence. Über mehrere Jahre hinweg wurde eine Learning Journey konzipiert, die individuell auf die Bedürfnisse der Führungskräfte zugeschnitten ist. Praxisnahe Trainings, Reflexionsformate und Vernetzungsimpulse bildeten die Grundlage dafür, dass neue Kompetenzen nachhaltig in den Führungsalltag übertragen werden konnten.

Die Journey gliederte sich in drei zentrale Entwicklungsphasen:

Jede Entwicklung beginnt mit der inneren Haltung. Zu Beginn standen die persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen Führungsrolle und das Reflektieren der eigenen Stärken und Entwicklungsfelder im Mittelpunkt. Teilnehmende schärften ihr Bewusstsein für wirksame Kommunikation, Feedbackprozesse und praxisrelevante Tools.

Ein Teilnehmer verdeutlichte:
„Es ist ein sehr komplexes Thema, und ich muss für mich selbst definieren, wie ich meine Rolle als Führungskraft sehe.“

Die zweite Phase fokussierte die Dynamiken innerhalb der Teams. Es ging darum, Strukturen zu gestalten, in denen Mitarbeitende eigenverantwortlich handeln können, psychologische Sicherheit zu schaffen und Entscheidungen in komplexen Situationen fundiert zu treffen.

Ein Feedback aus der Gruppe:
„Ich möchte meine Mitarbeitenden mehr befähigen, eigene Entscheidungen zu treffen.“

Die dritte Phase richtete den Blick auf die Organisation als Ganzes. Wie lassen sich Veränderungsprozesse steuern? Welche Impulse braucht eine lernende Organisation? Die Führungskräfte entwickelten Strategien für bereichsübergreifende Zusammenarbeit, stärkten ihre Position als Treiber von Innovation und übernahmen Verantwortung für strukturelle Weiterentwicklungen.

Ein eindrucksvolles Statement:
„Wir müssen überlegen, wie wir das Unternehmen auf die nächste Ebene führen können.“

Erfolgreiche Umsetzung und kontinuierliche Anpassung

Seit dem Start der Learning Journey wurden verschiedene Module umgesetzt – sowohl für erfahrene Führungskräfte als auch für diejenigen, die neu in ihre Rolle eingestiegen sind. Dabei lag der Fokus nicht nur auf Methodenwissen, sondern vor allem auf der Entwicklung einer reflektierten Haltung, eines tragfähigen Führungsverständnisses und der Anwendung praxisnaher Tools, um das Gelernte direkt in den Führungsalltag zu übertragen.

Beispielhafte Themenblöcke waren:

Wie führe ich wertschätzende und wirkungsvolle (schwierige) Gespräche? Wie kann ich sicherstellen, dass meine Botschaften nicht nur gehört, sondern auch verstanden und angenommen werden?

Wie navigiere ich als Führungskraft durch komplexe und unvorhersehbare Situationen? Welche Entscheidungsspielräume habe ich selbst, und wo kann ich mein Team befähigen, Verantwortung zu übernehmen?

Wie schaffe ich ein Umfeld, in dem Meinungsverschiedenheiten konstruktiv genutzt werden? Wie kann ich Konflikte auf einer Meta-Ebene betrachten, um sowohl Beziehung als auch Ergebnis im Blick zu behalten?

Wie kann ich die unterschiedlichen Perspektiven integrieren und gleichzeitig meine eigene Führungshaltung klar vertreten?

Die Bedarfe der Teilnehmenden standen stets im Mittelpunkt: Inhalte wurden kontinuierlich angepasst und weiterentwickelt. Ein zentrales Element war die Förderung einer offenen Lern- und Feedbackkultur. Führungskräfte tauschten sich regelmäßig aus, reflektierten ihr Verhalten und entwickelten gemeinsam neue Ansätze für ihren Führungsalltag.

Ein besonders bemerkenswerter Effekt: Die Führungsmannschaft ist enger zusammengewachsen. Diese gestärkte Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und der konstruktive Austausch sind ein „Nebenprodukt“ der Learning Journey – ein Effekt, der nachhaltige Wirkung zeigt und die Bedeutung von kontinuierlicher Entwicklung, Austausch und voneinander Lernen verdeutlicht.

Die Learning Journey hat die Teilnehmenden befähigt, ihre Rolle zu reflektieren, Perspektiven zu erweitern und Handlungskompetenz im Alltag umzusetzen. Gleichzeitig hat der offene Austausch über Führungsthemen die bereichsübergreifende Zusammenarbeit gefestigt und das gemeinsame Führungsverständnis geschärft.

Die Learning Journey macht deutlich: Wirksame Führung entsteht durch Haltung, Reflexion und gelebtes Führungsverständnis, unterstützt durch praxisrelevante Tools und kontinuierlichen Austausch.

ausblick

Die Learning Journey wird fortgeführt: Strategische Führungswerkstätten bringen die gesamte Führungsmannschaft zusammen, um zentrale Themen zu erarbeiten, sich auszutauschen und das gemeinsame Verständnis von Führung zu vertiefen. Ergänzend ermöglichen praxisnahe Trainings in Kleingruppen insbesondere den Führungskräften des mittleren Managements, Tools anzuwenden, Vorgehensweisen zu üben und die Reflexion der eigenen Rolle zu vertiefen.

Durch diese Kombination entsteht ein tragfähiger Rahmen, in dem Kompetenzen nachhaltig verankert, die Wirksamkeit von Führung im Alltag spürbar wird und das gemeinsame Führungsverständnis bei SOLDAN lebendig bleibt und sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere maßgeschneiderten Lösungen zu erfahren und wie wir Ihnen in Zeiten des Wandels zur Seite stehen können.

Wir freuen uns auf ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch!

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